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			Die Politik der
		Freundschaft
	
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				  Wilhelm Klotzek
											(l) Kreuzungstreff, Posterserie Siebdruck, 2017
											(r) An der Ecke, 2017, Foto: dotgain.info 
														
											
	Was ist das, Freundschaft? Sie ist nichts, was sich historisch, aktuell, pragmatisch oder philosophisch genau fassen ließe. Wenn es ein wiederkehrendes Motiv gibt, 
	dann dieses: Freundschaft soll sich in der Stunde der Not beweisen. Freundschaft erscheint — paradox genug — als ein selbstloses, freiwilliges, mal mehr, 
	mal weniger immaterielles und womöglich asymmetrisches Tauschverhältnis

	Die kapitalistische Moderne als eine Ökonomie des Warentauschs läßt allerdings wie alle anderen Beziehungsformen — Liebe oder Verwandtschaft — gleichermaßen 
	die Freundschaft nicht unberührt; sie unterliegt dem Druck der Verdinglichung und Kommerzialisierung. Gilt sie einerseits weiterhin als eine der edelsten 
	sozialen Währungen, so wird sie andererseits zum Spielfeld der privaten Ökonomien. FreundInnen in sozialen Medien werden gezählt und damit zum Merkmal 
	der Distinktion, sie werden auf ihren Nutzen hin untersucht, ob sie etwas bringen oder nicht. Damit einhergehend und zuweilen im Widerspruch werden 
	Freundschaften zu etwas, das dieser ökonomisierung privater Lebensverhätniße Utopie und Gegengewicht sein kann. Gerade unter dem Eindruck der Deregulierung 
	von Arbeitsverhältnissen, einer gesellschaftlichen Entsolidarisierung und der Notwendigkeit sein eigenes Leben möglichst gewinnbringend zu planen und zu 
	vermarkten, schaffen Freundschaften Vertrauensverhältniße, die Freiräume wenigstens temporär öffnen können.

	Für Die Politik der Freundschaft verwandelt der Künstler Wilhelm Klotzek den KV mit seinem raumgreifenden Setting Kreuzungstreff zu einem Kiez: 
	Seine Installation wird Begegnungsort, Bühne und Rahmen für drei wechselnde Ausstellungsblöcke sein. Zu diesen sind lokale und internationale KünstlerInnen, 
	FilmemacherInnen sowie AutorInnen eingeladen, deren Skulpturen, Texte, (Audio-)Performances und Filme Themen der Freundschaft zwischen Liebe, 
	Pragmatismus und Einsamkeit verhandeln.

											

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		DO 28.9.		Teil 1

		mit Martin Haufe, Roß Downes + 3rd Cinema, Wilhelm Klotzek, Verena Dengler,
		Grażyna Roguski, Rosalie Schweiker 

		19:00 — Eröffnung Kreuzungstreff von Wilhelm Klotzek
		19:30 — Performance friendship is weird you meet some random people and then you do stuff von Martin Haufe
		20:30 — Performance Snails von Grażyna Roguski in Kollaboration mit Johanna Ackva und Josephine Findeisen
		

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		DO 12.10.	Teil 2
						
		mit Melanie Bonajo, Roß Downes + 3rd Cinema, Timo Katz + Uli Schallenberg, 
		Wilhelm Klotzek, Karolin Meunier + Will Holder, Julia Miorin 

		19:00 — Performative Lesung zu Now You Can Go von Karolin Meunier + Will Holder  
		20:00 — Screening mit Filmen von Melanie Bonajo
		
		
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		DO 26.10.	Teil 3
						
		mit Art N More, Artists Unlimited, Ross Downes + 3rd Cinema, Heike Geißler, 
		Wilhelm Klotzek, Katharina Merten, Arne Schmitt + Florian Wüst 

		19:00 — Book Release Kinship in Solitude. Perspectives on Notions of Solidarity + Archiv Klaus-Dieter Braun 
		von Artists Unlimited, Anna Jehle, Paul Buckermann (adocs publishing)
		20:00 — Eine Summe von Einzelfällen, Arne Schmitt und Florian Wüst im Gespräch über Individuum und Stadt
		21:00 — Audio-Performance How to Stay Single forever von Katharina Merten